Anna hat die Brezel mitgezeichnet.
Die Berge auch. Die Ziellinie. Unsere Familie. Aber dass meine siebenjährige Tochter sogar an die Brezel vom Podium gedacht hat, hat mich erwischt. Ich habe fast geweint.
Maria Alm
Eine Woche vorher hatte ich den Hochkönigman gewonnen. Zum vierten Mal: 2016, 2017, 2018 und jetzt wieder, sieben Jahre später. Nur zwei Wochen nach den 100 Meilen in Snowdonia.
Einem Streckenrekord wollte ich nach diesem Hunderter eh nicht nachlaufen. Einmal rund um den Hochkönig, mit Freunden, Kuhglocken und dieser Stimmung in Maria Alm. Zurück in die Gegend, in der wir auch abseits der Rennen gern Urlaub machen.
Vom Start bis ins Ziel hatte ich ein Grinsen im Gesicht. Kein Muskelkater, die Berge vor mir, und am Ende stand da tatsächlich Sieg Nummer vier. Neun Jahre nach dem ersten. Ganz begriffen hatte ich das noch nicht.
Am Podium gab es eine Brezel.
Die Woche danach
Dann ging es weiter. Meetings, Deadlines, keine Zeit zum Durchschnaufen. Ein schneller Post, nächster Punkt.
Die ganze Woche war ich wieder voll in der Arbeit. Das Rennen war vorbei. Im Kalender stand anderes.
Und dann bekam ich Annas Zeichnung.

Sie hatte sich für jedes Detail Zeit genommen. Für die Berge, die Ziellinie, unsere Familie. Für das, was an diesem Wochenende passiert war. Ich hatte dafür ein paar Fotos und einen schnellen Post übrig gehabt.
Der nächste Punkt
Dass die Kinder meinen Blick verändern, kenne ich seit ihrer Geburt. Die Zeichnung hat es mir wieder gezeigt. Die Arbeit der Woche war real. Die Freude über das Rennen hätte daneben aber auch Platz gebraucht.
Für mich steckt darin heute auch etwas, das ich als Unternehmer mitnehme. Bei Smarter Business ist nach einer erledigten Aufgabe die nächste offen. Wenn ich nur auf das schaue, was noch fehlt, bekommen die Dinge, die gelungen sind, kaum Aufmerksamkeit. Und die Menschen dahinter ebenso wenig. Gerade wenn ich von anderen Einsatz verlange, gehört für mich dazu, das Erreichte auch wahrzunehmen.
Dafür brauche ich keine große Feier nach jedem Abschluss. Aber den Moment, hinzuschauen, bevor es weitergeht. Laufen und Familie zusammenzubringen ist eben auch mehr als eine Frage des Kalenders.
Anna hatte sich diesen Moment genommen. Mit sieben. Bis zur Brezel.
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Auf der Bühne verbinde ich meine Erfahrungen als Unternehmer und Ultra-Trailrunner: Entscheidungen unter Druck, Verantwortung und die Balance zwischen Leistung, Beruf und Familie.
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